

Er hat bewiesen, dass man selbst in den schwierigsten Zeiten Hoffnung geben kann – sich selbst und anderen.
Der Gründer des Vereins ist zu großzügig, um in einer kurzen Biografie beschrieben zu werden.
Im Jahr 2010 gründete er mit großem Engagement den Katib Kultur- und Sportverein – eine Heimat für Hunderte von Migranten und Geflüchteten in Wien.
Ob in Familien- und Asylberatung, bei Hilfe zur Wohnungssuche und Arbeit oder bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen – Nader Nazari war stets einen Schritt voraus und zwei Hände offener, als man erwarten konnte.

Nader Nazari: Ein Mann der Stärke und eine Stütze der afghanischen Gemeinschaft.
Geboren 1977 im Distrikt Jaghori, Provinz Ghazni, war Naders Leben voller Höhen und Tiefen, aber erfüllt von Hoffnung und Engagement für die Menschen.
Schon als Jugendlicher begeisterte er sich für Bildung und Handel – er handelte mit Autos und Motorrädern, während er gleichzeitig studierte.
Mit 15 Jahren heiratete er und ist heute ein stolzer Vater von vier Kindern.
1986 zog er aus wirtschaftlichen Gründen nach Pakistan, doch die politischen Umstände zwangen ihn 1997 zur Flucht.
Seine gefährliche Reise führte ihn über Pakistan, Iran, Türkei, Griechenland, Italien und schließlich 2000 nach Österreich.
Nach seiner Ankunft stellte er einen Asylantrag, der jedoch aufgrund einer ungerechten Entscheidung eines Beamten sieben Jahre lang unbearbeitet blieb – neun Jahre lang war er von seiner Familie getrennt.
Trotz allem gab Nader nicht auf. Mit harter Arbeit und Ausdauer erhielt er schließlich die offiziellen Nachweise seiner beruflichen und geschäftlichen Tätigkeit.
Im Jahr 2010 gründete er den Katib Kultur- und Sportverein – ein Zentrum, das bis heute als kulturelles und soziales Zuhause für afghanische Migranten und Geflüchtete dient.
Mit seiner Freundlichkeit, Stärke und Führung wurde Nader Nazari zu einem Symbol für Hoffnung, Mut und Zusammenhalt unter den Afghanen in Österreich.

